Vorstellung Wolfgang Sieber – neuer Organisationsleiter
Liebe Gemeindemitglieder,
mein Name ist Wolfgang Sieber,
ich bin 1966 geboren, österreichischer Staatsbürger und römisch-katholisch.
Viele von Ihnen haben vielleicht bereits gelesen oder gehört, dass ich mit 1. März 2026 die Aufgabe des Organisationsleiters im Pfarrverband Leiblachtal übernommen habe. Am 29. Jänner durfte ich in Lochau bereits Vertreterinnen und Vertreter der Gremien kennenlernen – und ich bin sehr dankbar für die Offenheit und das Vertrauen, das mir dort entgegengebracht wurde.
Beruflich komme ich ursprünglich aus dem Finanz- und Bankwesen. Über viele Jahre war ich in zwei Vorarlberger Banken in leitender Verantwortung als Geschäftsleiter bzw. Vorstandsdirektor tätig – unter anderem auch in Zeiten von Veränderungsprozessen, Fusionen und der Entwicklung von Leitbildern und Organisationsstrukturen. Seit 2013 war ich dann Geschäftsführer bzw Standortleiter der katholischen Privatschulen Sacré Coeur Riedenburg und dort für die organisatorischen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Aufgaben verantwortlich.
Warum erzähle ich das?
Nicht, weil Zahlen oder Strukturen im Vordergrund stehen sollen – sondern weil ich gelernt habe: Gute Organisation dient immer einem größeren Ziel. Sie schafft den Rahmen, damit Menschen ihre Aufgaben gut erfüllen können.
Und genau so verstehe ich meine neue Aufgabe hier im Pfarrverband.
Mir geht es nicht zuerst um Programme oder Einzelmaßnahmen, sondern um eine gemeinsame Richtung. Wir sind mehrere Pfarren – aber wir bilden einen Seelsorgeraum.
Die entscheidende Frage lautet für mich: Wie können wir diese Einheit nicht nur verwalten, sondern mit Leben füllen?
Ich wünsche mir, dass wir als Kirche im Leiblachtal klar erkennbar sind – nach innen wie nach außen. Dass wir eine gemeinsame Identität entwickeln. Dass Menschen spüren: Hier ist ein Ort, an dem ich Gott begegnen kann. Hier finde ich Gemeinschaft. Hier darf ich Fragen stellen und Hoffnung schöpfen.
Kirche steht heute vor großen Herausforderungen. Das wissen wir alle. Aber ich bin überzeugt: Wir sind nicht dazu berufen, Rückgang zu verwalten, sondern Zukunft zu gestalten. Das gelingt nicht durch möglichst viele Aktivitäten, sondern durch Klarheit, Qualität und ein gemeinsames Ziel.
Mir ist wichtig, dass wir Begegnung ermöglichen – zwischen Menschen, zwischen Generationen, zwischen Kirche und Gesellschaft. Dass wir mutig genug sind, Neues zu prüfen, ohne das Bewährte geringzuschätzen. Und dass wir unsere Kräfte bündeln, statt sie zu verzetteln.
Dabei sehe ich meine Rolle nicht als jemand, der alles vorgibt, sondern als jemand, der zuhört, ordnet, vernetzt und Rahmenbedingungen schafft.
Kirche lebt von den vielen Menschen, die sich einbringen – haupt- und ehrenamtlich. Ihnen gilt mein großer Respekt.
Meine persönliche Vision lässt sich in einem Satz zusammenfassen:
Wir wollen ein Seelsorgeraum sein, in dem Menschen Gott begegnen, Gemeinschaft erleben und Sinn finden.
Ich freue mich sehr auf die Begegnungen mit Ihnen, auf Gespräche, auf gemeinsame Schritte – und ich bitte um Ihr Vertrauen und auch um Ihr Gebet.
Vielen Dank.